3. AusgabeSchüler Erklärt

US-Wahlen

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Die Wahl des US-Präsidenten… jedes Mal eine medial aufgeheizte Geschichte. Und hier, in diesem Artikel, möchte ich sie euch etwas näherbringen. 

Doch zuerst: Wer wählt den Präsidenten?
Nun könnte man meinen, das würde jeder US-Amerikaner in einer direkten Wahl tun. Also, dass jeder US-Amerikaner einen Wahlzettel mit seiner Stimme für einen Präsidentschaftskandidaten abgibt und dass dann der- oder diejenige mit den meisten Stimmen gewinnt…, doch leider ist das nicht so leicht.

Die Regelungen, wie genau gewählt wird, bestimmt jeder Bundesstaat selbst. Daher kann es also dazu kommen, dass auf einige Bundesstaaten gewartet werden muss, bis diese mit ihrer Wahl fertig sind. Dabei gilt: Der Gewinner (der Kandidat der Partei mit den meisten Stimmen der Bevölkerung) bekommt in der Regel alle Stimmen der Wahlmänner. Das bedeutet, dass wenn ein Kandidat ganz, ganz knapp gewinnt, also z.B. mit 52% der Stimmen der Bevölkerung, bekommt er 100% der Stimmen der Wahlmänner dieses Bundesstaats.
Es ist zwar sehr unwahrscheinlich, kann aber vorkommen, dass Wahlmänner nicht für den Kandidaten abstimmen, der in dem jeweiligen Bundesstaat die meisten Stimmen der Bevölkerung erhalten hat.

Außerdem ist noch wichtig zu erwähnen, dass die Zahl der Wahlmänner pro Bundesstaat nicht immer proportional zur Einwohnerzahl ist. Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Bedeutet nichts anderes, als dass ein Wahlmann in manchen Bundesstaaten für 200.000 Einwohner stimmt und in anderen für 600.000 Einwohner. Wie diese Zahlen zustande kommen, erspare ich uns mal lieber an dieser Stelle.
Wichtig ist das deshalb, weil das bedeutet, dass in einigen Bundesstaaten weniger Wähler überzeugt werden müssen, um dieselbe Zahl an Wahlmännern zu gewinnen. So kann es vorkommen, dass ein Präsident gewählt wird, der zwar nicht die klare Mehrheit der Wählerstimmen hat, dafür aber die Mehrheit der Wahlmänner für sich gewonnen hat. Das kann unter Umständen also dazu führen, dass sich die konkurrierenden Parteien auf die Bundesstaaten konzentrieren, die keiner Partei klar zugeordnet sind, da besonders diese Staaten entscheidend sind. Es werden also womöglich nicht die Wünsche aller Wähler gleich stark beachtet. 

Doch bei aller Kritik: Ist das System schlecht? Nein, nicht unbedingt. Es ist nur kompliziert und für einen Außenstehenden schwierig zu durchschauen, dadurch aber nicht gleich weniger demokratisch.

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